berlin-im-sommer

9.6.06

Poster für daheim?

Gefällt euch eines dieser Bilder?
Eine Auswahl könnt ihr in meinem Postershop bestellen.
Kostet nicht viel und macht sich prima an der Wand!

1.9.05

Abschied

Mit diesem Artikel aus Berlin will ich mich von meinen Lesern verabschieden. Fast 4600 Zugriffe und ein ungemein positives Feedback machen mir Mut für weitere Projekte dieser Art. Auch wenn der Nürtinger Semesterstress bald wieder beginnt, will ich dennoch versuchen eine Fotoseite online zu stellen.

Es ist immer wieder ein komisches Gefühl, einer Stadt den Rücken zu kehren, in der man eine Zeit gewohnt hat. Es ist eine ganz besondere Melancholie durch diese „letzten Male“… das letzte Mal einen Film am Potsdamer Platz anschauen, das letzte Mal den Bettler auf der S-Bahn-Brücke an der Warschauer Straße sehen, die letzte Fahrt mit der U2 zur Arbeit und der letzte Blick aufs Brandenburger Tor im Abendlicht.

Berlin, du warst für mich groß und unbekannt, anfangs einschüchternd und doch bald sehr liebenswert. Wir ähneln uns in unserer manchmal etwas quirligen und chaotischen Art. Vielleicht kamen wir deshalb so gut miteinander klar.
Du, und deine wundervollen Bewohner haben mich mit offenen Armen aufgenommen und dennoch wirst du auf absehbare Zeit nicht mehr mein Zuhause sein.
Ich fühlte mich nicht nur wohl zwischen Funkturm und Ostkreuz, ich fühlte mich daheim als ein Teil von dir.
Danke an dich und an alle, die mir diese Erfahrung ermöglicht haben. Auch wenn ich nun wieder ins Schwäbische ziehe verspreche ich dir eines:
Ich komme wieder – ohne jeden Zweifel!

8.8.05

Woodstock








Umsonst und draußen und in Polen – das klang nicht schlecht. Das größte Open Air Europas (laut Veranstalter). Und das nur etwas über eine Stunde von Berlin entfernt! Keine Frage, das war eine würdige Veranstaltung für mein letztes Wochenende in der Stadt.
Wieder einmal war es ein Eintauchen in eine andere Welt: Sobald man die letzten Vororte Berlins hinter sich lässt beginnt der dünn besiedelte Teil Brandenburgs, der sich bis zur polnischen Grenze hinzieht. Riesige Sonnenblumenfelder ziehen vorbei, das Wetter scheint zu halten. Vorfreude. Nebenbei frage ich Malte nach seinem Personalausweis – Polen ist zwar in der EU aber noch nicht dem Schengener Abkommen beigetreten. Die Grenzkontrollen hatte ich in der letzten Zeit ja öfter erlebt. Dummerweise hat Malte seinen Ausweis nicht dabei. Nur einen Führerschein, aber ob der ausreichen wird? Wir fangen schon an Plan B zu schmieden. Frankfurt Oder, Eisenhüttenstadt? Es gibt nicht grade eine große Auswahl an Reisezielen in der Gegend.
Dann fährt der Zug in den Bahnhof von Kostrzyn (der Einfachheit halber ab jetzt mal Küstrin) ein. Ich komme problemlos durch die Kontrolle. Malte hält seinen Führerschein einem amüsierten Grenzbeamten hin. Ein kurzes Zittern. Na gut, nur für das Festival und mit einem Sonderpassierschein kommen wir rüber.
Wir treiben in einer kleinen Völkerwanderung Richtung Festivalgelände. Gute Stimmung, lustige Leute. Irgendwie scheint der Weg nicht enden zu wollen – etwa eine Stunde dauert der Marsch. Aber er hat sich gelohnt! Umsonst, draußen, groß – sehr groß. Scheint so weit alles zu stimmen. Ich hab nicht viel Festivalerfahrung, aber es gefällt mir sofort: Es gibt eine Hauptbühne, eine Folkbühne mit polnischer Volksmusik (irgendwie etwas wie in Irland und ziemlich tanzbar) und ein „Hare-Krishna-Dorf“ in dem man spirituell auf die Höhe kommen kann. Wir drehen eine Runde über das Gelände. Direkt neben der Hauptbühne gibt es eine Schlammgrube für das echte Woodstock-Feeling. Unsere Kameras stehen nicht still. Ein paar Schlammspritzer bekomme ich ab, aber die Bilder sind es wert! Es gäbe noch einiges mehr zu berichten, aber ich glaube die Bilder sagen schon eine Menge aus… Love-Friendship-Peace and Rock`n Roll – uns hat es gefallen. Vielleicht nächstes Jahr wieder!

3.8.05

Volkspark Friedrichshain



Der Volkspark Friedrichshain ist einer der schönsten Parks in Berlin. Volkspark heisst in diesem Fall, dass es jede Menge Freizeitangebote, wie Tennisplätz, eine Skateranlage, Spielplätze und natürlich das bekannte Cafe Schönbrunn gibt. Es stammt noch aus DDR-Zeiten, aber mit seinem edelsanierten Retro-Look kann es jeder Bar/Lounge das Wasser reichen.

Märkische Schweiz




Am Sonntag ging es in die Märkische Schweiz. Die Gewitter vom Samstag hatten die Luft nur leicht abgekühlt, und so sind Anne und ich nach einem kurzen Abstecher nach Polen in den Naturpark östlich Berlins gefahren. Seen und natur satt! Man kann kaum glauben, dass so nah bei Berlin eine solche Landschaft zu finden ist.

Bügelbauten Teil I



In der gewitterreichsten Nacht seit beginn der Aufzeichnungen machte ich mich letzten Samstag um Mitternacht auf den Weg zum Lehrter Bahnhof. Große Dinge standen an: Zwei riesige Stahlteile, jedes 1200 Tonnen schwer, wurden einer Klappbrücke gleich über den Bahnhof gesenkt. Auch wenn ich wegen des Regens nicht so nah herankam, wie ich gerne gewollt hätte: Gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Übernächstes Wochenende wird sich das schauspiel wiederholen. ich denke, ich bin wieder dabei.

25.7.05

Besuch der alten Damen...




Ein rundum gelungenes Wochenende bescherte mir der Besuch von vier Verwandten von mir: Meiner Oma, ihrer Schwester, meiner Tante und meinem Onkel. Es bedeutet eine wirkliche Umstellung, auf einmal nicht mehr nur mit gleichaltrigen durch die Stadt zu ziehen, sondern mit zwei, wenn auch außerordentlich rüstigen, über 80-jährigen. Ungeachtet ihres Alters haben wir dennoch ein ziemliches Touri-Programm absolviert.
Ich muss gestehen, dass ich gegen Ende des Wochenendes wahrscheinlich ebenso geschafft war wie meine Gäste… werde eben auch älter…

21.7.05

Tadschikische Teestube



Im Maxim Gorki Theater untergebracht ist die tadschikische Teestube eine Erfahrung der besonderen Art. Die Einrichtung stammt wirklich aus Zentralasien und kam im Zuge der Völkerfreundschaft nach Berlin. Ein idealer Ort um Kraft und ein wenig tee zu tanken...

Palast die Zweite




Wieder ging es in den Palast. Jetzt aber zu einer Führung, nicht zu einem Kulturevent. Die Führung war ziemlich kurz, aber auch -weilig und daher waren die fünf Euro einigermaßen gut angelegtes Geld. Interessant ist auch, ob die Stadt die Ruine wirklich abreissen lassen will. Momentan sieht es danach aus, aber grade im Zuge der WM nächstes Jahr wäre eine Zwischennutzung mit Fußballrahmen auch keine schlechte Idee.

Gärten der Welt





Und wieder einmal wurde es Zeit für den Erholungspark Marzahn mit seinen Gärten der Welt. Neueste Errungenschaft ist der arabische Garten. Die Früchte waren übrigens echt ;-) Die drei lustigen Gesichter gehören zum Soul-Garten, der im Herbst eröffnen wird. Es ist immer wieder beeindruckend, dass diese Parkanlage im Herzen Marzahns liegt. Dem Image des Stadtteils kann es nur gut tun.

6.7.05

Berlin Alexanderplatz





Das Theaterstück "Berlin Alexanderplatz" - aufgeführt im Palast der Republik, also unweit des Alex - das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Zusammen mit Nadine, einer Mitarbeiterin beim DSSW, tat ich mir Dienstag mal so richtig Kultur an: um kurz vor sieben ging es in den Palast, um 12:00 waren wir wieder draußen. Mammutvorstellung. Abgesehen davon, dass es recht lang war, konnte man dem Stück kaum Vorwürfe machen. Modernes Theater halt. Der eigentliche, leider tragische, Hauptdarsteller des Abends war allerdings der Palast selbst. In der Nachwendezeit unter dem Vorwand der Asbestbekämpfung zu Tode saniert, tristet er jetzt ein Dasein als Ruine. Es ist brutal, wie sehr die Politik ihn hat verkommen lassen. Und es zeigt auch recht deutlich, wie die DDR "abgewickelt" wurde. Im Herbst soll er abgerissen werden. Ich befürchte in10-20 Jahren wird den Menschen bewusst, wie dumm diese Entscheidung war.
Es hatte schon den ganzen Tag geregnet und das Wasser bahnte sich seinen Weg durch das undichte Dach ins Innere des Gebäudes. Die Bühne stand teilweise unter Wasser, und neben den Dialogen auf der Bühne waren immer auch Tropfgeräusche zu hören. Alles in allem so ziemlich die skurrilste Situation, die ich bis jetzt in Berlin mitbekommen habe.